Kurzsichtigkeit
auch Myopie
Kurzsichtige Menschen haben meist ein zu langes Auge. Die Folge: Sie sehen in der Ferne unscharf. Kurzsichtigkeit kann jedoch auch dauerhaft mit dem Augenlasern, anstatt mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen korrigiert werden.

Kurzsichtigkeit / Myopie

Was ist Kurzsichtigkeit?

Kurz­­sichtig­­keit ist die häuf­igste Form der opt­ischen Fehl­­sichtig­keit. Sie ist ent­weder an­ge­bo­ren oder im Laufe des Lebens erworben. In Deutsch­­land ist rund jede/r Vierte kurz­sichtig. In Seoul (Südkorea) sind es sogar 95 Prozent der Bevölk­erung.

Bei der Kurz­­sichtig­­keit, auch Myopie genannt, handelt es sich um eine optische Fehl­­sichtig­­keit, bei der Betroffene unscharf in der Ferne sehen können und scharf in der Nähe. Das liegt daran, dass entweder der Augapfel zu lang oder der Brech­wert der Augen­linse zu hoch ist. Manchmal ist auch beides der Fall.

Die ein­fallen­den Licht­strahlen werden am Brenn­punkt gebündelt, der vor der Netzhaut liegt. Die Licht­strah­len sind bereits wieder zerstreut, wenn sie die Netz­haut erreichen. Normaler­weise liegt dieser genau auf der Netzhaut, um ein scharfes Bild zu erzeugen. Somit entsteht das Bild vor der Netzhaut und Betroffene können in der Ferne nicht richtig scharf stellen, weil der Brenn­punkt zu weit vorne liegt.

Neben der Brille und Kontakt­linsen kann Kurz­sichtig­keit / Myopie auch lang­fristig durch eine Augen­laser Behand­lung korrigiert werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kurz­sichtig­keit ist keine Erkrank­ung, sondern eine natür­liche Un­regel­mäßig­keit des Auges.
  • Myopie: Kurz­sich­tige sehen in der Nähe scharf und in der Ferne unscharf.
  • Ursache: Der Aug­apfel ist zu lang, oder der Brech­wert der Linse ist zu hoch. Der Brenn­punkt für scharfes Sehen liegt vor der Netzhaut.
  • Kurz­sichtig­keit ist die häuf­igste Fehl­sichtig­keit.
  • Wird in minus Diop­trien (z.B. -3 dpt.) ange­geben.

Symptome Kurzsichtigkeit

Welche Symp­tome hat Kurz­sichtig­keit?

Menschen mit Kurz­sichtig­keit (Myopie) sehen in der Ferne unscharf. Dies äußert sich bereits in ganz all­täg­lichen Situa­tionen mit fol­gen­den Symp­tomen:

  • Personen lassen sich erst spät erkennen und schwer lesen.
  • Bäume lassen sich bei­spiels­weise mehr als „grünes Ganzes“ erkennen – die einzelnen Blätter und Äste sind für Kurz­sich­tige kaum unter­scheid­bar.
  • Bereits in der Schule, in der Ausbildung oder im Studium sind Buch­staben an der Tafel oder an die Wand projizierte Texte schwer bis gar nicht lesbar.
  • Ein Film im Kino wirkt wie weich­ge­zeichnet.

Ohne Korrektur der Kurz­sichtig­keit können sich folgende Symp­tome ergeben:

  • Kopf­schmer­zen und Schwin­del
  • Stän­diges Zusam­men­knei­fen der Augen
  • Kon­zen­tra­tions­schwier­ig­keiten

Was bedeutet „Myopie“?

Oft versuchen Kurz­sichtige die schlechte Sicht in der Ferne unbewusst durch das Zu­sam­men­kneifen der Augen zu kom­pen­sieren. Durch die schma­leren Lider ver­klein­ert sich die Pupille etwas und gewinnt an Tiefen­schärfe – ähn­lich wie das Schließen der Blende einer Kamera. Wenn­gleich die Wirkung dessen nicht beson­ders hoch ist, gab der daraus ent­steh­ende Ge­sichts­aus­druck der Kurz­sich­tig­keit den Namen Myopie (griechisch „Myops“ – Blin­zel­gesicht).

Übrigens: Der Augen­muskel lässt sich nicht „trainieren“ um eine Kurz­sichtig­keit ent­gegen­zu­wirken. Mit einer Augen­laser Behand­lung können Sie sich jedoch von Ihrer Brille oder Kontakt­linsen befreien.

Diagnose: Sehtest

Wie wird Kurz­sichtig­keit fest­ge­stellt?

Kurz­sichtig­keit wird schnell und unkomp­liziert bei einem Augen­arzt oder Augen­optiker fest­ge­stellt – oder direkt zu unserem Online-Sehtest. Durch einen Sehtest wird unter­sucht, wie gut die Augen in die Weite (Fern­visus) und in die Nähe (Nah­visus) sehen können.
Dabei müssen unter­schied­lich große Buch­staben oder Zahlen auf der soge­nannten Visus­tafel erkannt werden. Bei dem Sehtest wird zunächst bei abge­decktem linkem Auge das rechte Auge einmal ohne und einmal mit korri­gier­endem Glas geprüft – an­schließ­end anders­herum. So kann die Stärke der Kurz­sichtig­keit in Dioptrien ermittelt werden. Mit dieser soge­nannten Refrak­tions­messung kann der zur Korrektur der Seh­schwäche benöt­igte Diop­trien-Wert ermittelt werden.

  • Je nach Tages­zeit, Licht, Ihrer Ausge­ruht­heit und Ihrem Wohl­be­finden können die Ergeb­nisse des Sehtests unter­schied­lich aus­fallen. Even­tuell kann es hilfreich sein Ihre Werte mehr­mals zu kon­trol­lieren.
  • Die Dioptrie ist die Maß­einheit für den Brech­wert. Ein normal­­sich­tiges Auge hat eine Gesamt­­brech­­kraft von maximal ca. 63 Dioptrien. Eine Fehl­sichtig­keit wird als Ab­weich­ung in Diop­trien von diesen idealen Werten gemessen.

Damit Ihre Brille oder Kontakt­linsen für Sie indivi­duell perfekt ange­fertigt werden können, ist eine pro­fes­sio­nelle Messung bei einem Experten essentiell. Vereinbaren Sie gerne einen Termin in einem unserer Augen­zentren.

Alternativ kann Kurz­sichtig­keit auch mit einer Augen­laser­-Behand­lung korrigiert werden. Gerne beraten wir Sie dazu. Kosten­frei und unver­bindlich – verein­baren Sie einen persön­lichen Be­ratungs­termin.

Ursachen und Formen der Myopie

Was ist Kurz­sichtig­keit / Myopie? Welche Ursachen hat Kurz­sichtig­keit?

Grund­sätz­lich ist Kurz­sichtig­keit (Myopie) keine Erkrank­ung der Augen. Es handelt sich um eine meist natürliche Unregel­mäßig­keit in der Augen­form oder Brech­kraft. Kurz­sichtig­keit kann zwei ver­schie­dene Ursachen haben:

  1. Der Augapfel zu lang (Achsen­myopie). Dies ist am Häuf­igsten der Fall.
  2. Die Brechkraft der licht­brechen­den Medien (Hornhaut, Linse, Glaskörper, Vor­der­kammer) ist im Verhält­nis zur normalen Länge des Auges zu groß (Brech­ungs­myopie).

In manchen Fällen ist auch eine Kombi­nation aus beidem möglich. Die Aus­wirk­ungen auf das Sehen sind jedoch gleich: Ihr Auge kann sich nicht richtig scharf stellen, da aus der Ferne kom­menden Licht­strahlen sich nicht auf der Netz­haut, sondern davor zu einem scharfen Bild ver­einigen. Die Folge: Sie sehen unscharf in der Ferne.

Wie entsteht Kurz­sichtig­keit? Kurz­sichtig­keit durch das Smart­phone?

Oft wird Kurz­sichtig­keit auch von den Eltern vererbt. Sind beide Eltern kurz­sichtig, ist die Wahr­schein­lich­keit, dass auch das Kind kurz­sichtig sein wird bei 60 Prozent. Jedoch haben auch Lebens­beding­ungen Einfluss auf die Augen und das scharfe Sehen: So begünstigt bei­spiels­weise über­mäßige Arbeit (z.B. Lesen, aber auch die Nutz­ung von Smart­phone und Tablet) in der Nähe die Ent­wicklung einer Kurz­sichtig­keit (Myopie). Auch aus­reich­end Tages­licht hat einen Einfluss auf das Sehen: Es setzt vermehrt Dopamin auf der Netz­haut frei. Aus diesem Grund werden Kinder Studien zu Folge umso weniger kurz­sichtig, je länger sie sich am Tag im Freien auf­halten.

Welche Formen der Kurz­sichtig­keit gibt es?

1. Einfache Myopie – häufigste Form der Kurz­sichtig­keit

Die Einfache Myopie entwickelt sich meist zwischen dem 8. und 15. Lebens­jahr. Die meisten Kinder sind zur Ein­schul­ung noch normal­sichtig oder leicht weit­sichtig. Auch wenn der Schul­besuch erwie­sener­maßen keinen Einfluss auf die Seh­kraft hat spricht man bei dieser Form auch von „Schul­myopie“, da sie sich in diesem Alter ent­wickelt.

In der Regel gilt: Je früher die Kurz­sichtig­keit bei Kindern beginnt, desto höher sind die Werte, die erreicht werden. Vor­her­seh­bar oder zu ver­hin­dern ist dies nicht. Die Wahr­schein­lich­keit sinkt jedoch, wenn das Kind sich mög­lichst viel im Freien bei Tages­licht aufhält.

Ab 20 Jahren nimmt eine Kurz­sichtig­keit dann in der Regel deutlich lang­samer zu. Ab dem 30. Lebens­jahr sind die Augen „ausge­wachsen“ – eine Kurz­sichtig­keit ver­ändert sich meist nicht mehr. Ist dies der Fall kann Ihre Kurz­sichtig­keit auch gelasert werden, sodass Sie lang­fristig ohne Brille oder Kontakt­linsen scharf sehen können. Ist das Auge noch nicht aus­ge­wachsen, ist eine Augen­laser-Be­hand­lung noch nicht sinnvoll, da Ihre Werte sich noch einmal ver­ändern können, sodass Sie doch wieder eine Brille oder Kontakt­linsen benötigen um scharf sehen zu können.

2. Maligne Myopie – Augen­erkrank­ung

Diese Form der Kurz­sichtig­keit entsteht durch eine Deh­nung des Aug­apfels, die jedoch unab­hängig von äußeren Ein­flüssen ist. Dadurch können die Netz­haut und die Ader­haut dünner werden: Das Gewebe beginnt zu schwinden. Typisch für die Erkrank­ung ist die Ver­änder­ung des gelben Flecks (Makula). Bei einer malignen Kurz­sichtig­keit nimmt die Seh­stärke stark ab. Darüber hinaus besteht auch das erhöhte erhöhtes Risiko einer Netz­haut­ablösung (Ablatio retinae).

Dass Sie kurz­sichtig sind bedeutet jedoch nicht auto­matisch, dass bei Ihnen eine Maligne Myopie vorliegt. Als Experten der ganz­heit­lichen Augen­heil­kunde stehen wir Ihnen jedoch auch in diesem Fall mit modernster Diag­nostik und jahre­langer Be­hand­lungs­erfahr­ung zur Seite.

Brille & Kontaktlinsen oder Augenlasern

Wie lässt sich Kurz­sichtig­keit korri­gieren?

Her­kömm­licher Weise wird Kurz­sichtig­keit (Myopie) durch eine Seh­hilfe, also eine Brille oder Kontakt­linsen korrigiert. Dabei kommen Zer­streu­ungs­linsen mit einem negativen Brech­wert – gemessen in Diop­trien (kurz dpt.) – zum Einsatz: Das Minus­glas.

Die Linsen der Brille oder Kontakt­linsen ver­schieben den Punkt des scharfen Sehens im Auge wieder weiter nach hinten, sodass das ein­fallende Licht auf der Netz­haut ge­bün­delt ankommt. Diese soge­nann­ten Minus­gläser sind konkav: Sie sind in der Mitte etwas dünner als am Rand und können sehr dünn ge­schliffen werden.

Die moderne Lös­ungen zu Seh­hilfen wie der Brille oder Kontakt­linse sind das Augen­lasern oder Pre­mium­linsen. Durch eine kurze und schmerz­freie Be­hand­lung können Sie lang­fristig auf Ihre Seh­hilfe ver­zichten. Augen­ärzte em­pfeh­len das Augen lasern beson­ders Menschen, die auf­grund Ihrer Brille oder der Kontakt­linsen Kopf­schmerzen, Augen­schmerzen oder -ent­zün­dungen bekom­men, da diese in den meisten Fällen von den Seh­hilfen hervor­ge­rufen werden.

Wir beraten Sie hierzu gerne in einem per­sön­­lichen Gespräch. Kosten­­frei und un­ver­­bind­­lich.

Unterschied zu Weitsichtigkeit

Was ist der Unter­schied zwischen Kurz- und Weit­sichtig­keit?

  • Kurz­sichtig­keit (Myopie): Scharf Sicht in der Nähe, unscharfe Sicht in der Ferne. Kurz­sichtig­keit wird mit einem Minus an­ge­geben (z.B. -1,5 dpt.).
  • Weit­sichtig­keit (Hyperopie): Scharfe Sicht in der Ferne, unscharfe Sicht in der Nähe. Weit­sichtig­keit wird mit einem Plus ange­geben (z.B. +2 dpt.).

Während Kurz­sich­tige in der Nähe gut und in der Distanz unscharf sehen, können Weit­sich­tige in der Ferne gut und in der kurzen Distanz unscharf sehen. Weit­sich­tige müssen dafür jedoch die inneren Augen­mus­keln stark bean­spruchen, weshalb Weit­sichtig­keit oft als anstreng­ender wahr­ge­nommen wird. Bei sehr starker Weit­sichtig­keit ist das scharfe Sehen in der Nähe und teil­weise auch in anderen Distanzen nicht mehr möglich.

Alters­weit­sichtig­keit und Kurz­sichtig­keit

Kurz­sichtige haben gegen­über Weit­sichtigen einen Vorteil: Durch einen natür­lichen Prozess im Laufe des Lebens verliert die Linse im Auge zuneh­mend an Flexi­bilität. Es ent­wickelt sich eine soge­nannte Alters­weit­sichtig­keit (Pres­byopie). Manch­mal wird diese Verän­derung bei Kurz­sicht­igen zum Teil aus­ge­glichen. Die Folge: Kurz­sichtige benöt­igen im Alter seltener eine Lese­brille als Weit­sichtige.

Risiken von Kurzsichtigkeit

Gibt es Risiken bei Kurz­sichtig­keit? Myopie & Glaukom

Kurz­sichtig­keit sollte bei Kindern so früh wie möglich mit einer Brille korrigiert werden. Beim Lesen und Schreiben sollte auf gute Belich­tung ge­achtet werden.

Prinzi­piell ist Kurz­sichtig­keit (Myopie) keine gefähr­liche Er­krank­ung der Augen. Dennoch erhöht beson­ders starke Kurz­sichtig­keit (ab -5 Dioptrien) das Risiko für Erkrank­ungen des Auges. Dazu gehören unter anderem die Alters­be­dingte Makula­dege­neration (AMD), Grauen Star (Katarakt) und Grünen Star (Glaukom). Aus diesem Grund sollten sie ab dem 35. Lebens­jahr regel­mäßige Vor­sorge­unter­such­ungen wahr­nehmen.

Sie haben Fragen zur Behandlung von Kurzsichtigkeit? Rufen Sie uns an und wir sprechen zusammen darüber.

Unsere Augenlasern Experten verfügen über 10 Jahre Erfahrung und können Ihnen telefonisch beratend zur Seite stehen. Wenn Sie mehr Hilfe brauchen, oder spezielle Fragen haben, helfen wir Ihnen gern weiter.

– Dr. med. Thomas Pahlitzsch

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Fehlsichtigkeit korrigieren

Behandlungsmöglichkeiten

Augenlasern
mittels PRK

Augenlasern ohne Flap
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Kurzsichtigkeit bis -4 dpt.
Weitsichtigkeit bis +2 dpt.
Hornhautverkr. bis 2 dpt.

Augenlasern
mittels LASIK

Augenlasern mit Flap
schmerzfreie Heilung dank Flap

Kurzsichtigkeit bis -7 dpt.
Weitsichtigkeit bis +4 dpt.
Hornhautverkr. bis 4 dpt.